Hinter dem Begriff Pegging verbirgt sich nichts anderes als rollenvertauschter Analsex zwischen Mann und Frau mit einem Umschnalldildo (Strap on), der durch eine hippe Wortkreation nun auch seine Daseinsberechtigung in den Stino-Schlafzimmern finden soll.

Googelt man alleine das Wort „Pegging“, landet man zuerst bei einem Verfahren der Wirtschaftsinformatik. Hier habe ich auch ziemlich schnell in der SAP-Bibliothek der Uni Heidelberg*, folgende Definition von Pegging gefunden.

Ich zitiere:

„Verfahren in der Produktions- und Feinplanung, das die Beziehung zwischen Zugangs- und Bedarfselementen eines Produkts innerhalb einer Lokation herstellt. […]

Zwei Arten von Pegging stehen zur Verfügung: 

fixiertes Pegging
Beim fixierten Pegging bleibt die Zuordnung eines Zugangselements zu einem Bedarfselement bei der Planung erhalten.

dynamisches Pegging
Beim dynamischen Pegging kann sich – abhängig von der Planungssituation – die Zuordnung von Zugangselementen zu Bedarfselementen ändern.“

Zum besseren Verständnis habe ich euch diesen hochwissenschaftlichen Text einmal übersetzt:

Pegging ist eine Sex- und BDSM-Praktik, die eine körperliche Beziehung zwischen dem Anus des Mannes und dem Strap-on der Frau, innerhalb einer Session oder im privaten Stino-Schlafzimmer herstellt.

Man unterscheidet zwei Arten von Pegging:

fixiertes Pegging
Fixiertes Pegging findet fast ausschließlich im BDSM-Kontext statt. Hier übernimmt die Penetration des männlichen Anus alleine die weibliche Top. Sie entscheidet über den Ablauf, die Stellung und die Intensität der Behandlung.

dynamisches Pegging
Dynamisches Pegging kann sowohl im BDSM-Kontext als auch im privaten Stino-Schlafzimmer stattfinden. Hier entscheiden beide Akteure über die Penetration des männlichen Anus mit dem weiblich geführten Strap-on.

Mit einem Augenzwinkern stelle ich die Behauptung in den Raum, dass die Wortfindung für ein Synonym für Strap-on-Sex vermutlich so oder so ähnlich abgelaufen sein muss. Mal ehrlich, „Pegging“ hört sich doch wesentlich „hipper“ an als Strap-on-Sex und macht ihn dadurch auch gesellschaftsfähig. Zugegebenermaßen kannte ich Strap-on Sex bisher nur aus dem BDSM-Bereich oder hätte ihn eher dem Liebesspiel zweier Frauen zugeschrieben, als dem Stino-Sex.

Aber wie auch immer man es nennen mag, es macht mir als aktiven Part einfach riesigen Spaß. Alleine der Anblick, wenn ein Mann vor dir im Doggy-Stile kniet, vielleicht noch fixiert ist, seine Eier abgebunden sind oder sein Schwanz im KG steckt. Er dir einfach völlig ausgeliefert ist und du ihn erst ganz sanft und dann immer heftiger von hinten nimmst…. Herrlich!

Je nach Körpergröße und Gelenkigkeit des Subs ist diese Form des Analsex auch in anderen Stellungen möglich. Meine Lieblingsstellung ist hier die Missionarsstellung oder eine Variante davon, bei der ich seine Beine mittels einer Spreizstange nach oben fixiere, um noch besser an den Ort des Geschehens zu gelangen. Diese Stellung ermöglicht mir auch, ihm dabei ins Gesicht zu sehen. Zudem komme ich zeitgleich und problemlos an andere wichtige Körperregionen.

Beim Analsex ist (neben der Hygiene) wichtig, dass ihr sehr einfühlsam seid und euch langsam, mit viel Gleitgel herantastet. Gewalt, um etwas erzwingen zu wollen, ist hier der falsche Ansatz. Unser Schließmuskel muss wie jeder andere Muskel im Körper trainiert werden. Also fangt klein an und nehmt euch dafür Zeit. Dehnt mit ein, zwei Fingern vor und achtet immer auf die Reaktion eures Partners. Analsex darf nicht weh tun!

Da Analsex eine meiner Leidenschaften ist, widme ich dem Thema einen eigenen Beitrag und werde daher an dieser Stelle nicht weiter auf die Praktik eingehen.

 

 

*Quelle: http://public.urz.uni-heidelberg.de/saphelp/helpdata/DE/35/2cd77bd7705394e10000009b387c12/frameset.htm