„Eine Nacht in Dunkelheit, eine Nacht in Ungewissheit […], in der du auf Gedeih und Verderb den Einfällen deiner Herrin oder deines Herren ausgeliefert bis…“ sind die ersten Worte, die ich bei der Eventbeschreibung lese. Hört sich verlockend an. Und erst die vielen Möglichkeiten! Bei der Veranstaltung ist die Teilnehmerzahl auf 15 Paare begrenzt, Essen und Getränke sind inklusive. Zudem sind nicht nur Femdompaare willkommen, sondern auch Maledoms mit ihren Subs. Was man da alles Schönes machen kann… Ok, mein Kopfkino läuft mal wieder auf Hochtouren.

Obwohl die Location in der Nähe von Linz liegt, habe ich nichts gegen einen kleinen Kurztrip ins Nachbarland einzuwenden. Die Neugierde ist einfach zu groß. Noch schnell das Anmeldeformular ausgefüllt, den Eintrittspreis überwiesen und ein Zimmer in einem nahegelegenen Hotel gebucht. Nun steht einer aufregenden Partynacht nichts mehr im Wege.

Ein paar Wochen später ist es endlich so weit. Entgegen meinen Plänen als „Singlelady“ auf der Party aufzutauchen, habe ich durch die Empfehlung einer Freundin kurzfristig einen Begleiter gefunden. Nach einem kurzen Plausch beim Italiener fahren wir gemeinsam zur Location. Dort angekommen, stehen wir wenig später im Eingangsbereich und mein Blick fällt direkt auf den großen, schweren Vorhang vor dem eigentlichen Veranstaltungsraum.

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ich meinem Sub befehle, sich zu entkleiden. Ich lege ihm sein Halsband und die Augenmaske an und führe ihn hinter den Vorhang. Die Räumlichkeiten sind auf drei Stockwerken verteilt. Im mittleren, dort wo sich auch die Spielräume befinden, ist der Wartebereich für die Subs.

Mein Begleiter kennt seine Umgebung bereits von unzähligen anderen Veranstaltungen vorher. Daher ist es für mich ein Kinderspiel, ihn über die enge Treppe nach oben in den Wartebereich zu führen und dort abzulegen. Hier warten schon unzählige andere Sklaven und Sklavinnen mit verbundenen Augen. Mitglieder des Veranstaltungsteams haben ein Auge auf die Bottons, wodurch ich mich selbst umziehen und fertigmachen kann, ohne meine Fürsorgepflicht zu verletzen.

Da mir bereits jetzt schon etwas warm ist – kein Wunder bei einer Außentemperatur von 38 Grad Celsius – entscheide ich mich gegen die Korsage und trage stattdessen ein kurzes, schwarzes Spitzenkleid, elegante Strümpfe und schwarze Lack High Heels.

Mit einer Gerte und meinem Fächer bewaffnet, geselle ich mich zu den anderen Gästen an die Bar im Erdgeschoss. Viele der dort anwesenden Gesichter kommen mir vertraut vor. Es sind auch einige befreundete Femdoms gekommen. Nach einem kurzen Plausch an der Bar werden wir gebeten, uns auf den Sofas niederzulassen. Die Veranstalter begrüßen uns und erklären kurz den Ablauf und die Regeln des heutigen Abends. Dann geht es direkt los und die erste Sub wird gebracht und vorgeführt.

Nach der Vorführungsrunde bilden sich bereits die ersten Gruppen und der „Sturm“ auf die Spielgeräte beginnt. Auch ich bewege mich zusammen mit meinem Sub, zwei Freundinnen und ihren Spielpartnern in die oberen Räume. Dort angekommen, befestigen wir die Subs an jeweils einem eigenen Haken und vergnügen uns abwechselnd einzeln, zu zweit oder auch zu dritt an einem der Herren. Im selben Raum kann ich auch eine sehr nette Szene zwischen einem Femdom- und zwei Maledom-Paaren beobachten. In dieser liegt ihr Sub gefesselt auf dem Boden zwischen ihren Beinen, während die beiden weiblichen Subs auf Anweisung ihrer Herren, diesen lustvoll quälen. Ein herrlicher Anblick!

Nach der ersten Session gehen wir wieder eine Etage tiefer, holen uns Erfrischungsgetränke an der Bar und ein paar Häppchen vom Buffet. Das ist der erste Moment, der sich vollkommend von anderen Partys abhebt. Normalerweise werde ich immer bedient und umsorgt. Heute muss ich nicht nur mich selbst versorgen, sondern auch das Miststück, das mein heutiger Begleiter ist und gemütlich am Boden liegend auf mich wartet.

Während ich mit meinen Freundinnen auf dem Sofa sitze und plaudere, verehrt mein Sub meine Füße. Er zieht mir die Schuhe aus, nimmt einen Fuß in beide Hände, drückt ihn leicht und riecht genüsslich daran. Das selbe macht er auch mit dem anderen bis er schließlich anfängt, sie sanft aber effektiv zu massieren. Am Ende erlaube ich ihm noch an meinen Zehen zu nuckeln.

Ein Highlight des Abends ist das lebende Buffet. Hier wird in unserer Anwesenheit ein männlicher und ein weiblicher Sub mit Leckereien auf einem Tisch drapiert. Uns Doms steht es frei, wie wir die Speisen zu uns nehmen wollen. Unsere Bottons dürfen die kleinen Häppchen allerdings nur mit dem Mund aufnehmen. Und jetzt ratet mal, welche Körperstellen als erstes leergegessen wurde….

Gegen Mitternacht dürfen die Augenbinden offiziell abgenommen werden. Nun sehen auch die passiven Teilnehmer, wer möglicherweise was mit ihnen getan haben könnte. Ich persönlich halte mich damit bedeckt, ihm zu sagen, wer Hand angelegt hat. Er soll schließlich noch lange in die Nacht ein wenig von seinem Kopfkino haben.

Später im Hotel, nach einer ausgiebigen kalten Dusche, ziehe ich Bilanz. Im Großen und Ganzen war es eine der besten Veranstaltungen, auf der ich bisher selbst war.

Das Preisleistungsverhältnis finde ich gut. Der Eintrittspreis ist meiner Meinung nach fair und branchenüblich, jedoch als Singlefrau nicht ganz so lukrativ wie bei anderen Veranstaltern. Einen dicken Pluspunkt gibt es für die inkludierten Getränke, das reichhaltige Buffet und die Moderation. Die Location selbst ist sauber, geräumig und schafft das richtige Ambiente für derartige Veranstaltungen. Zudem sind auch Duschmöglichkeiten vorhanden, was meiner Erfahrung nach nicht immer selbstverständlich ist. Einziges Manko war die Hitze. Die hochsommerlichen Temperaturen haben sich leider auch im Gebäudeinneren wiedergefunden.