Es ist ein sonniger und lauer Samstag im September. Ich sitze auf dem Beifahrersitz im Wagen meines Subs und lasse mich zum Veranstaltungsort im Herzen Münchens chauffieren. Die Straßen sind voll mit Menschen und der Verkehr ist für Samstagabend verhältnismäßig dicht. Kein Wunder, heute ist der Eröffnungstag der Wiesn und unser Zielort befindet sich in unmittelbarer Nähe davon. Dieser Umstand erschwert uns auch die Parkplatzsuche. Nach gut 45 Minuten finden wir endlich eine Parklücke. 

Gekonnt manövriert mein Fahrer seinen Wagen in die Lücke, hilft mir beim Aussteigen und kümmert sich um meine Taschen. Aufgepackt und mit gesenktem Blick folgt mir mein Diener stillschweigend bis wir an der verabredeten Adresse ankommen. Der Eingang ist eher unscheinbar. Wir passieren ein Gartentor, das von hohen Büschen eingewachsen ist und gelangen in einen Hinterhof. Zu meiner Linken  ist auch schon die beschriebene Kellertreppe, die direkt zum Veranstaltungraum führt. 

Unten angekommen hole ich die Augenbinde aus meiner Handtasche und verbinde meinem Begleiter damit die Augen. An diesem Abend wird er sich voll und ganz in meine Hände begeben müssen und ist zu 100 Prozent von mir abhängig. Die Augenbinde darf er erst wieder gegen Mitternacht abnehmen. Wir sind nur noch einen Drücker auf die Klingel von der Playparty entfernt. 

Mindspring, der Veranstalter, öffnet uns die Tür und begrüßt uns herzlich. Ich führe meinen Sklaven durch die Tür in den Eingangsbereich. Hier warten bereits die ersten Gäste und das Barteam. Während ich meinen Partner entkleide, bekomme ich auch schon ein Glas Sekt zur Begrüßung gereicht. Eine der anwesenden Damen bemerkt noch, ob sich mein Sklave nicht selbst entkleiden kann. Mit einem Lächeln auf den Lippen antworte ich ihr, dass er das natürlich kann, aber ich selbst gerne Geschenke auspacke und daher selbst Hand anlege. 

Komplett nackt, nur mit seinem Halsband bekleidet, führe ich ihn tiefer in den Raum. Dort warten bereits die ersten Sklaven und Sklavinnen. Abgestellt von ihren Herren und Herrinnen, teilweise gefesselt oder angekettet, alle mit verbundenen Augen. Fast lautlos führe ich ihn an seiner Leine zu einem freien Platz, befehle ihm sich zu setzen und hake das Ende der Leine in einen Wandhaken ein. Dort abgestellt, wird er bis zur offiziellen Begrüßung durch den Gastgeber warten müssen. 

In der Zwischenzeit schlüpfe ich selbst in mein enges, schwarzes Spitzenkleid im Wetlook, platziere meine Spielsachen im Raum, führe etwas Smalltalk mit den anwesenden Gästen und begutachte die Location.

Wir befinden uns in einem Fotostudio, dass für unsere Zwecke sehr schön umdekoriert wurde. Neben einem Bock, einem Kreuz, einem Pranger und einigen Sitzmöglichkeiten sind auch ausreichend Deckenhaken vorhanden. Es gibt sogar eine Stripteasestange im hinteren Teil des schlauchförmigen Raumes. 

Mein erster Eindruck ist durchaus positiv. Die Location ist für diese Jahreszeit angenehm temperiert, sauber und sinnlich beleuchtet. Die Wände sind weiß gestrichen und geben der Location dadurch einen glamourösen Touch. Der Veranstalter und sein Team sind super freundlich. Die ganze Atmosphäre verspricht einen prickelnden Abend. Das einzige Manko, dass ich immer wieder bei solchen Veranstaltungen feststellen muss, sind die sanitären Räumlichkeiten. 

In der Vergangenheit habe ich häufiger erlebt, dass es keine Duschmöglichkeiten und teilweise sogar nur eine Toilette für alle Partygäste gab. Gerade für eine Playparty finde ich so etwas ungünstig und hygienisch etwas problematisch. Aber dies ist mein ganz persönliches Empfinden. 

Als alle Gäste eingetroffen und vorbereitet sind, beginnt die Party mit einer kleinen Begrüßungsrede durch den Veranstalter und einem anschließenden gemeinsamen Spielchen. Vorweg sollte ich noch erwähnen, dass dies nichts für Menschen mit Berührungsängsten zum eigenen Geschlecht ist. Beim ersten Spiel an diesem Abend stehen die Subs in der Mitte eines großen Kreises, den wir Doms bilden. Auf Befehl müssen sie sich innerhalb des Kreises bewegen und gegenseitig erfühlen. Wie weit sie dabei gehen wollen und wieviel jeder einzelne zulässt, entscheiden die Subs selbst. Allerdings kann der eigenen Top jederzeit dazwischen gehen, falls ihm oder ihr das Treiben nicht zusagt.

Während dieser kurzen Kennenlernsequenz nutze ich die Gelegenheit, mit anderen Doms ins Gespräch zu kommen. Dadurch finde ich auch ziemlich schnell einen sympathischen Maledom. Gemeinsam mit seiner schwanzgeilen Sub und meinem notgeilen Miststück, spielen wir für den Rest des Abends bis die Augenbinden fallen…